Geschichte

Unsere Geschichte

Die Änfänge:

Mit Andreas Keller und Dirk Müller fanden sich zwei Skaterhockeybegeisterte, die ihren Sport gerne Vereinsmässig in Freiburg salonfähig machen wollten. Man scharte weitere, meist jugendliche Sportler um sich und so schloss man sich im Jahr 2000 der Freiburger Turnerschaft 1844 an, die den Beasts Trainingsmöglichkeiten zur Verfügung stellten. Leider waren die beiden möglichen Hallen der Belastung des Inline-Skaterhockeys nicht gewachsen und so wurde man schon nach einem halben Jahr vor die Türe gesetzt.

Doch der mittlerweile gegründete eigenständige Verein – am 19.9.2000 erfolgte der Eintrag ins Vereinsregister – ließ nichts unversucht, eine geeignete Spiel- und Trainingsstätte zu finden. Nach langen und zähen Verhandlungen mit der Stadt Freiburg konnte man in der kleinen Sporthalle der Staudinger Gesamtschule eine Möglichkeit zum Trainieren finden.
Und so war es am 24.2.2001 soweit: Die Breisgau Beasts, so hatte sich der Verein mittlerweile genannt – Namensgeber war Christian Leber – traten zu ihrem ersten offiziellen Spiel überhaupt an. Im ISHD-Pokal setzte es in Abstatt eine 1-5 Niederlage. Doch die Beasts lernten schnell und konnten schon bald in der Regionalliga die ersten Punkte einfahren.
Und auch die Situation für die Heimspiele wurde gelöst: In der Jahnhalle in Zähringen konnte gegen Heilbronn am 9.6.2001 das erste Heimspiel in der Geschichte der Beasts ausgetragen werden.

Schon im ersten Jahr zeigte sich, welch Potenzial in der damals in Freiburg noch unbekannten Sportart steckte. Die Mannschaft wurde relativ rasch verstärkt und so konnte man nur knapp die Play-offs um den Aufstieg nicht erreichen.
Eine Anekdote aus dieser Zeit, die die Rivalität zu den Hot Chilis Kollnau erklärt:

Einen Spieltag vor Ende der regulären Saison traf Kollnau zu Hause auf Zweibrücken, wo die Chilis das Hinspiel locker mit 17:6 für sich entschieden hatten. Die Ausgangsposition war klar: Die schon für die Playoffs qualifizierten Chilis standen einem Gegner gegenüber, der dieses Spiel gewinnen musste, um nicht den Beasts den Vortritt in die Endrunde lassen zu müssen.
Vor den Augen der komplett anwesenden Beasts schonten die Chilis ihre Leistungsträger, das Spiel ging logischerweise verloren, Zweibrücken war in den Playoffs, die Beasts hatten Urlaub. Eine Rivalität, die mittlerweile aber auf kollegialer Ebene abläuft, war geboren und sollte bis heute halten.


Der erste Titel:

Im Jahr 2002 waren die Beasts dann auch schon Favorit auf den Aufstieg in die 2. Liga. Dieser Rolle wurden die Beasts auch weitgehend gerecht und zogen als Spitzenreiter in die Play-offs ein. Und mit einer bis heute legendären Finalserie gegen die Abstatt Vipers konnten die Freiburger in der rappelvollen Jahnhalle den Aufstieg und ihren ersten Meistertitel feiern.
Mittlerweile hatte Dieter Sedlak den Vorsitz des Vereins übernommen, um die jungen Sportler zu entlasten und den Verein professioneller aufstellen zu können. Mit viel Engagement und vor allem viel Geld war es auch sein Verdienst, dass der Weg der Beasts steil nach oben ging.


Der Weg nach oben:

So startete man 2003 in die 2. Bundesliga-Süd, wo man als Aufsteiger einen sensationellen 2. Platz erreichte, man musste nur den Dragons Heilbronn den Vortritt lassen. Die Parallelen zur Regionalligazeit waren ähnlich, denn im zweiten Jahr der Ligenzugehörigkeit war man wieder der Favorit. Und wieder konnten die Beasts diesem Anspruch gerecht werden.
Mit nur zwei Niederlagen aus 18 Spielen wurde man souverän Meister der 2. Bundesliga Süd und feierte nach nur vier Jahren den Einzug in die Bel Etage des Inline-Skaterhockeys.

Die Leser des Freiburger Wochenberichts wählten die Beasts 2004 sogar zu Freiburgs „Mannschaft des Jahres“, eine besondere Ehre für den noch jungen Verein.


Erste Bundesliga und Gründung der Nachwuchsabteilung:

Durch die Gründung der Jugendabteilung im Jahr 2004 wurde der nächste Schritt getan. Kindern und Jugendlichen, die bisher nur in der Lage waren Inline-Skaterhockey auf Parkplätzen und Schulhöfen auszuüben wird nun ein „Zuhause“ geboten. Der Zuspruch ist so groß, dass die Anzahl der Jugendlichen innerhalb eines Jahres auf die Zahl der aktiven Sportler angewachsen ist. Die Jugendarbeit ist der entscheidende Baustein für das Ziel der Breisgau Beasts, sich auf Dauer in der ersten Bundesliga zu etablieren und eine feste Größe im deutschen Inline-Skaterhockey zu werden. Eine Juniorenmannschaft und eine Jugendmannschaft spielen aktuell in den Baden-Württemberg-Ligen der ISH-BW; eine Schülermannschaft hat sich im Frühjahr 2018 gegründet und soll in der Saison 2019 in den Spielbetrieb einsteigen.
Inzwischen haben es sogar schon einige, im eigenen Nachwuchs ausgebildete Spieler, geschafft, Leistungsträger in der 2. Bundesliga zu werden.

Die erste Herrenmannschaft die seit dem Aufstieg von Uwe Bührer trainiert wurde, konnte in den Jahren 2005 und 2006 dem Abstieg nur über die Playdowns entrinnen, dazu musste man 2006 sogar die weiteste Auswärtsfahrt aller Zeiten auf sich nehmen. In Hamburg konnte man den Klassenerhalt feiern. 2007 folgte dann der Abstieg in die 2. Liga, was aber mittlerweile als „Betriebsunfall“ angesehen werden kann, da mit einer verdienten und am Ende souveränen Meisterschaft 2008 der direkte Wiederaufstieg geschafft wurde.


Konstant in den Bundesligen unterwegs und Europäisch erfolgreich:

Bis 2011 spielten die Beasts dann unter Trainer Michael Sedlak in der 1. Bundesliga, erreichten zwei Mal das ISHD-Pokal-Halbfinale und konnten sich 2011 als erste Baden-Württembergische Mannschaft sogar für den Europapokal der Pokalsieger qualifizieren. Hier erreichte man in Givisiez (CH) das Halbfinale und den 4. Platz. Dies ist bis heute der größte Erfolg der Vereinsgeschichte

Durch die Bundesligareform im Jahr 2011 qualifizierten sich nur die jeweils ersten fünf Teams für die im Jahr 2012 startende, eingleisige 1. Bundesliga. Die Beasts verpassten die Qualifikation nur knapp um einen Punkt, was den Gang in die Zweitklassigkeit bedeutete. So sind die Beasts, die seit 2012 vom ehemaligen Keeper Dirk Müller trainiert werden seitdem fester Bestandteil der nun sehr starken 2. Bundesliga Süd.


Nicht nur Inline-Skaterhockey:

Bereits im Jahr 2001 entstand über diverse Kontakte die Idee, Rollstuhlhockey in unserem Verein einzubinden. Dies geschah dann auch schnell und so waren die Beasts schon Anfang der 2000er ein Verein, der Inklusion betrieben hat, als das Wort noch keiner kannte.

2012 bekamen die Beasts dann weiteren Zuwachs: Die bis dahin noch recht unbekannte Sportart Rollerderby suchte einen Verein, der ihr die Möglichkeit gab, zu trainieren und wurde bei den Beasts fündig. Auch hier agierten die Beasts trotz schlechter Infrastruktur als Vorreiter.

Ende 2016 kam dann auch noch die Abteilung Einradhockey hinzu, so dass die Beasts nun vier Sportarten beherbergen.


Das Heute:

Mittlerweile können die Beasts also auf fast 18 Jahre Vereinsgeschichte zurückblicken, in denen viel passiert ist.

5 Skaterhockey-Teams, eine Einradhockeyabteilung, Rollerderby und eine Rollstuhlhockeymannschaft zählen inzwischen zum Verein, der nun knapp 200 Mitglieder zählt.
Mittelfristig soll der Verein in der Freiburger Sportlandschaft ein wichtiger Name werden und die 1.Mannschaft im Skaterhockey den Weg in die 1. Bundesliga zurückfinden. Die Abteilung Rollerderby soll in 2019 in den Spielbetrieb einsteigen. Im Rollstuhlhockey möchte man bald in die E-Hockey Bundesliga einsteigen.
Weiterhin liegt das Augenmerk auf der Nachwuchsförderung, wo das Fundament für eine Verwirklichung dieser Ziele liegt.

All dies steht und fällt natürlich mit der Infrastruktur. Hier sind die Beasts seit Jahren auf der Suche nach einer eigenen Heimat, denn nur in einer eigenen, für unsere Sportarten geeigneten Halle, kann der Verein langfristig allen Abteilungen Wachstums- und Entfaltungsmöglichkeiten geben.