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20.07.2015, 10:46 Uhr - Pressesprecher

 

Beasts gehen mit fünf Punkten Vorsprung ins wohl entscheidende Wochenende

Beasts mit Arbeitssieg zum 5. Heimsieg in Folge

Mit einem 6:4 (3:3; 0:1; 3:0) Erfolg gegen die Badgers Spaichingen haben die Breisgau Beasts weiter den vierten Platz in der 2. Bundesliga Süd inne.

Das Schlussdrittel war noch keine 30 Sekunden alt, da schnappte sich Freiburgs Kapitän Luis Dischinger am eigenen Tor den Ball und marschierte los. Und als er auch den starken Gästekeeper Julian Käfer ausgespielt und den Ausgleich zum 4:4 erzielt hatte, konnte man ahnen, dass dies der Schlüsselmoment des Spiels gewesen sein musste. Eines Spiels, das bis dato eher zu den schlechteren in der diesjährigen Spielzeit gehörte.
Gestartet waren die Hausherren nicht schlecht. Gleich im ersten Wechsel hatte Christian Böcherer, der sein 100. Spiel im Beasts-Dress machte, eine gute Möglichkeit, scheiterte aber an Käfer. In der 4. Minute setzte Timo Linsenmaier einen guten Schuss an den Pfosten, den Rebound verzog Nikolai Schultis am leeren Tor vorbei. Das Spiel verflachte in der Folge, weil die Gäste es schafften, mit viel Laufarbeit das Kombinationsspiel der Gastgeber zu ersticken.
Just als Nikolai Schultis wieder einmal eine unnötige Strafzeit genommen hatte, wurde es besser: Jonas Falb blockte einen Schuss von Schlenker und ging mit dem Ball auf und davon, 1:0 für die Beasts! (12.)
Noch in der gleichen Unterzahlsituation gelang den Beasts über Dischinger erneut ein Konter, feiner Pass über des Gegners Stock zu Falb, der nur noch einschieben musste. Zwei Shorthander in einer Situation ist auch im Skaterhockey eine Seltenheit. Hegewald parierte dann stark gegen Butz, und gerade, als Spaichingen wieder komplett war, nutzte Raphael Diebold seine Chance, indem er seinen eigenen, von der Bande zurück prallenden Schuss aus der Luft artistisch im Tor unter brachte.
Was dann folgte, war nicht der erwartete, völlige Einbruch der Gäste, sondern zwei schnelle Gegentreffer. Beim 3:1 (14.) stand Vincent Schlenker im Slot völlig blank und konnte einen Nachschuss verwerten, während beim 3:2 durch seinen Bruder Raphael die Zuordnung in der Zone vor dem Tor ebenfalls nicht stimmte und er ein Zuspiel von Erlenbusch unbedrängt im Tor unterbringen konnte. (15.) Den Ausgleich verhinderte Hegewald danach mit einer starken Parade gegen Witt.
Zu allem Überfluss nahm Diebold kurz darauf eine mehr als unnötige Strafe und die Gäste nutzten die Chance, nachdem die Unterzahlformation offensiv zu viel gewollt hatte und so einen Konter ermöglichte, den Gianluca Bisceglia abschloss. (16.)
So hatten sich die Zuschauer in der gut gefüllten Jahnhalle das nicht vorgestellt, zu wenig Laufbereitschaft, wenig Spielfreude, kurzum: Die Beasts aus den letzten grandiosen Vorstellungen waren nicht zu sehen.
Eine weitere dumme Strafe von Niki Schultis kurz vor Drittelende passte da prima ins Bild.
Der Mittelabschnitt war dann auch eher zum Vergessen aus Freiburger Sicht. Den Willen konnte man dem Team nicht absprechen, doch es wirkte wie gehemmt. Exemplarisch das 3:4 in der 24. Minute: Eine eigentlich ungefährliche Aktion der Gäste, Frattini lässt in seinem Rücken Erlenbusch völlig frei laufen, der wird von Schlenker bedient, die Führung für die Gäste. Zu diesem Zeitpunkt auch eine völlig verdiente Führung, die die Badgers eigentlich noch hätten ausbauen müssen. Kevin Robert reihte sich nämlich nun gleich zwei Mal in den Kreis der Favoriten für den Preis „wer bekommt die unnötigste Strafe des Tages“ ein, so dass die Freiburger gleich zwei mal hintereinander in Unterzahl agieren mussten.
Diese überstanden sie mit ein wenig Glück und einem nun sehr starken Nico Hegewald schadlos. Zuvor hatte man bei eigener Überzahl Pech im Abschluss (Sacher, Böcherer).
So konnte man nach 40 Minuten froh, sein, dass es nur 3:4 stand. Trainer Dirk Müller stellte danach ein wenig um, Diebold rückte nach hinten, während Sacher wieder zu Falb in den Sturm ging.
Was folgte, war der anfangs beschriebene Auftritt des Kapitäns, der seiner Aufgabe alle Ehre machte und für die Inititalzündung sorgte. Genau den Willen und den Kampfgeist, der dieser Aktion inne wohnte, hatte man vierzig Minuten lang etwas vermisst.
Nun entstand ein Spiel auf Augenhöhe, bei dem beide Teams sich nun defensiv sehr stark präsentierten. Ab der 48. Minute begann das Pendel allerdings in die Freiburger richtung zu schwingen. Spaichingen wirkte nun nicht mehr so frisch und bei einer Riesenchance von Böcherer und Dischinger (50.) hatten die Gäste es allein Käfer zu verdanken, dass es noch nicht geklingelt hatte. Dann wurde es nochmals brenzlig: Böcherer holte sich eine Strafe ab, nachdem er zuvor eher selbst gefoult worden war. Die Unterzahl überstand man dank des Pfostens und Goalie Hegewald wieder ohne Gegentor und nun waren die Beasts nicht mehr zu halten. Einen Traumpass von Dischinger fast über das ganze Spielfeld erreichte Kevin Robert, der trocken ins linke Eck verwandelte. (55.) Als nur eine Zeigerumdrehung später Diebold mit einem Schlenzer Käfer überraschte, war das Spiel entschieden, zumal die Gäste sich für letzten zwei Minuten selbst dezimierten und Freiburg das Spiel in Überzahl ruhig zu Ende verwalten konnte.
„Ich hatte erwartet, dass es schwer wird aber dass es so ein hartes Stück Arbeit werden würde, hätte ich nicht geglaubt. Kompliment an die Badgers. Sie haben bei uns wohl noch nie so gut aufgespielt und können stolz auf ihre Leistung sein. Wir müssen uns freuen, dass wir trotz einer schwächeren Leistung drei Punkte geholt haben. Allerdings müssen wir uns am kommenden Wochenende gewaltig steigern, wenn wir in Schwabmünchen und Merdingen etwas Zählbares mitnehmen wollen.“, so Dirk Müller. Gästetrainer Martin Huber war zwar enttäuscht, aber stolz auf sein Team: „So nah waren wir einem Sieg in Freiburg wohl noch nie. Mit ein bisschen Glück bei unseren Pfostentreffern können wir hier gewinnen. Insgesamt ist der Sieg für Freiburg trotzdem verdient, sie hatten am Ende den größeren Punch.“

Alles in allem ein Arbeitssieg, der die Beasts in der Tabelle nun fünf Punkte vor dem Rivalen aus Merdingen ausweist. Nun folgt ein spektakuläres Wochenende: Merdingen hat am Samstag den Spitzenreiter aus Atting zu Gast, während die Beasts nach Schwabmünchen reisen, bevor es am Sonntag zum Derby am Tuniberg kommt, bei dem sich eventuell schon vorentscheidet, wer am Ende in die Play-offs einzieht.
Nochmal Müller: „Für uns ist das ein Geschenk, dass wir überhaupt noch um den vierten Platz kämpfen dürfen. Wir schauen von Spiel zu Spiel und wollen in jedem Spiel alles raushauen und dann werden wir sehen, ob wir am Ende dafür mit den Play-offs belohnt werden. Unser Saisonziel haben wir jetzt schon erreicht, Druck haben wir keinen mehr.“, so der Freiburger Trainer.

Doch wenn man den Beasts dieser Tage so zuschaut, merkt man ihnen an: Da ist noch was drin in dieser Spielzeit.

 
 

Zufallsspieler

  • Schultis Marco
    Schultis, Marco
    #93
     
 
 
Script: 1.49 s
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