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02.05.2013, 11:14 Uhr - Pressesprecher

 

Beasts beweisen Moral

Derby-Krimi in der Jahnhalle


Schlagerspiel der Breisgau Beasts gegen den HC Merdingen geht ins Penaltyschießen, in dem Kevin Bitsch den Siegtreffer für die Tuniberger erzielt.


Merdingen konnte erstmals mit drei Reihen antreten, nachdem man kurz zuvor mit Philip Rießle und Maxim Bechtold den Kader nochmals verstärkt hatte, auf Freiburger Seite fehlte neben Stammkeeper Heiko Hallmann nur Mirko Sacher.
Beide Mannschaften waren zunächst darauf bedacht, keinen Fehler zu machen, den ersten machte dann aber Merdingens Keeper Marco Schmidt, der einen Schuss von Manuel Kunz zum 1:0 für die Freiburger passieren ließ (7.). In der Folge hatten die Gastgeber weitere Chancen, die Schmidt aber nun entweder zunichte machte oder die Beasts einfach nicht genau genug zielten. Auf der Gegenseite machten es die Gäste besser, Böcherer hatte eine Strafe abzusitzen, und das gut funktionierende Powerplay der Merdinger fruchtete: Querpass von Bitsch zu Schopp und der ließ sich nicht zwei Mal bitten (12.) Ein weiteres Unterzahlspiel nach einer Strafe gegen Perin überstanden die Beasts dann schadlos. Unterdessen hatte sich Merdingens Robert Peleikis eine Fingerverletzung zugezogen und konnte seinen Farben im weiteren Spielverlauf nicht mehr helfen.
Mit dem 1:1 ging es dann in den Mittelabschnitt, in dem die Beasts das Tempo nicht mehr ganz so hoch hielten wie im 1. Drittel und so ergaben sich zwangsläufig Chancen für die Gäste. Doch zunächst bekamen die Beasts ein Powerplay zugesprochen, welches die Reihe um Kinderknecht und Perin traumhaft spielte, nur im Abschluss die letzte Konsequenz vermissen ließ. Auch Marco Schmidt tat sein Bestes um die neuerliche Führung der Freiburger zu verhindern. Als sich Kunz und Robert dann nicht so recht einigen konnten, wer den Zweikampf gegen Linsenmaier führen soll, nutzte dieser den angebotenen Platz und bediente Bitsch, der Hegewald im Tor der Beasts keine Chance ließ. (27.)
Und es ging weiter im gleichen Film, die Beasts (Dischinger, Bauer, Perin) konnten vorne beste Chancen nicht verwerten und die Panther nutzten die sich durch die Angriffe der Freiburger frei gewordenen Räume gnadenlos aus. So auch in der 33. Minute, der Abstand zwischen den Stürmern und Verteidigern zu groß, Linsenmaier zu Rießle, 3:1 für Merdingen. Zu allem Überfluss bekam Böcherer nach einer unübersichtlichen Situation vor der Freiburger Bank, in der man vorher auch eine Strafe gegen Schopp hätte geben können, zwei Minuten aufgebrummt und die Panther ließen sich nicht lange bitten, 16 Sekunden brauchten sie, Linsenmaier nahm Maß, 4:1! (36.) Wer aber nun dachte, das Spiel würde seine Entscheidung finden, hatte seine Rechnung ohne die Beasts gemacht, keine dreißig Sekunden nach dem vierten Merdinger Treffer, eine Strafe gegen die Gäste war gerade angezeigt, sorgte Kinderknecht wieder für Hoffnung bei den Beasts-Anhängern in der sehr gut gefüllten Jahnhalle. Und die Chance zum dritten Treffer bekamen die Beasts auch noch vor der zweiten Pause, als Petermann aufs Sünderbänkchen musste, doch wieder erwies sich das Powerplay der Beasts als nicht zwingend genug, auch wenn Schmidt die beste Chance von Böcherer mit einem Wahnsinns-Save entschärfte. Der ein oder andere Schuss mehr hätte es aber schon sein dürfen.
Das Schlussdrittel hatte dann etwas von einem Schwergewichtsboxkampf. Zuerst Überzahl Merdingen (42.), Hegewald mit mehreren fantastischen Rettungstaten, dann verflachte das Spiel wieder etwas und die beiden „Boxer“ tänzelten durch den Ring bis die Freiburger den „Lucky punch“ suchten und fanden: Ein Powerplay in der 55. Minute verpuffte noch wirkungslos, jedoch hatten die Beasts den Gästekeeper endgültig weichgekocht, geschüttelt von Krämpfen musste Schmidt für Berger Platz machen, der die undankbare Aufgabe bekam, den Sturmlauf der Beasts nun aufzuhalten. Christian Böcherer brach dann in der 58. Minute den Bann und nun kam auch endgültig Derbystimmung in der Jahnhalle auf. Nur eine Minute später, wieder angezeigte Strafe gegen Merdingen, Freiburg zu fünft, Bauer auf Kinderknecht, der Ausgleich! Tollhaus Jahnhalle! Die Panther waren nun stehend K.O., konnten sich bei einem Befreiungsschlag nur noch regelwidrig helfen und mussten die letzten 35 Sekunden noch in Unterzahl überstehen. Und sieben Sekunden vor Schluss hatte Anton Bauer tatsächlich noch das Siegtor auf dem Schläger, nach dem wohl alle Dämme gebrochen wären. So ging es allerdings ins Penaltyschießen, in dem die Gäste wieder etwas zielstrebiger waren und verdient den zweiten Punkt kassierten.
„Nach so einem Spiel kann man die grauen Haare wachsen sehen. Ich denke, dass die Punkteteilung so in Ordnung geht, Merdingen hat sich den Sieg hart erkämpft, wir uns den Ausgleich aber auch, weil wir immer an uns geglaubt haben. Ich bin stolz auf mein Team, sie haben tolle Moral bewiesen. Die Schlussminuten waren nichts für schwache Nerven!“, so ein sichtlich geschaffter Freiburger Trainer Dirk Müller. Merdingens Vorstand Ralf Baldinger musste „einfach erst einmal runterkommen! Das war wieder mal ein tolles Derby!“ In der Tat betrieben beide Teams beste Werbung für den Sport. Jetzt geht es für die Beasts am Wochenende gleich zu zwei Partien nach Bayern. Am Samstag tritt man in Schwabmünchen an, bevor man am Sonntag in Regensburg gegen den TSV Bernhardswald antreten muss. „Das werden zwei richtig schwere Aufgaben. In Schwabmünchen hängen die Trauben immer sehr hoch und die große Fläche in Regensburg musst Du 17 Stunden nach dem letzten Spiel auch erstmal beackern!“ weiß Müller um die Schwierigkeit des kommenden Wochenendes. Das nächste Derby wirft seine Schatten auch schon voraus, bereits am nächsten Freitag treffen die beiden Lokalrivalen in Merdingen aufeinander.

 
 

Zufallsspieler

  • Schultis Marco
    Schultis, Marco
    #93
     
 
 
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