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19.07.2010, 10:03 Uhr - Pressesprecher

 

Wieder nichts, auch im zehnten Anlauf

Skaterhockey ist ein Sport, in dem fast in jeder Minute ein Tor fallen kann, entsprechend sehen auch die Zwischenergebnisse nach den Dritteln aus. Das 2:1 für Köln nach vierzig Minuten zeugte davon, dass am Samstag ein anderes Spiel stattgefunden haben musste. Gerade die Gastgeber hatten in der Vergangenheit eher durch spektakuläre Offensivaktionen, als durch disziplinierte Defensivarbeit von sich reden gemacht.
Michael Sedlak hatte seiner Mannschaft eingeimpft, nicht auf Teufel komm raus das Spiel machen zu müssen, sondern die Kölner früh zu stören und dann schnell umzuschalten und abzuschließen. Im Auftaktdrittel gelang dies aber nur bedingt. Köln war das dominierende Team, ohne jedoch all zu zwingend zu agieren. Für ihr erstes Tor brauchten sie dann auch eine Menge Glück und die Mithilfe der Freiburger: Robin Weisheit zog ab, den Rebound vom Tor bugsierte der wieder sehr gute Luis Dischinger unglücklich ins eigene Tor. (3.) Wer nun dachte, die Beasts würden von Ihrem Konzept ablassen, sah sich getäuscht, weiterhin wurde sehr tief in der eigenen Hälfte gewartet, teilweise zu tief, so dass die Gäste zu einigen guten Gelegenheiten kamen, diese aber nicht zu nutzen vermochten. Aufregung gab es nach einem hohen Stock gegen Timo Linsenmeier, der einen Cut davontrug, die guten Referees aber keine Absicht unterstellten und nur zwei Minuten Strafe aussprachen. Manuel Kunz hatte für eine vergleichbare Aktion im Pokal in Heilbronn rot gesehen und war für fünf Spiele gesperrt worden. Schade, dass in Sakterhockey-Deutschland nicht alle Schiedsrichter auf einer Linie pfeifen.
In der zwölften Minute spielten die Beasts dann in Unterzahl, nachdem Anton Bauer wegen Stockschlags auf die Bank wanderte. Die Hausherren standen aber gut und was durchkam, wurde Beute des gut aufgelegten Torhüters Müller, wie auch sein Gegenüber Paul Bankewitz in der 18. Minute mit mehreren Paraden ein Powerplay zu Nichte machte. Die Beasts taten sich gerade im Abschluss schwerer als sonst und so ging es mit dem seltenen Ergebnis von 0:1 in die Kabine, aus der die Beasts als das stärkere Team herauskamen.
Sie spielten nun wesentlich druckvoller, holten die ballführenden Spieler früher ab, und so kamen die Beasts auch zu guten Chancen. Das Tor machten aber zunächst erneut die Gäste. Perin musste in die Kühlbox und Kai Esser nutzte den sich bietenden Platz, als die Beasts nicht konsequent genug verteidigten, zu einem seiner Gewaltschüsse. Und dieser schlug genau am Innenpfosten im langen Eck ein (35.). Doch die Freiburger schlugen zurück: Nach 30 Sekunden Powerplay - Bury drückte die Strafbank - drückte Kevin Robert einen Nachschuss über die Linie, der Knoten war offen. (38.)
In den Minuten nach dem Treffer wackelten die Gäste gewaltig und wenn Stehle, Bauer oder Kunz eine Ihrer guten Gelegenheiten in ein Tor umgemünzt hätten, über einen Rückstand zu diesem Zeitpunkt hätten sich die deutschen Meister aus der Rheinmetroploe nicht beschweren dürfen. Alleine drei Mal landete der Ball am Gestänge, ein Geräusch, dass in der gut gefüllten Jahnhalle mehrfach für Herzrasen sorgte.
Im finalen dritten Akt nahmen sich die ansonten starken Torhüter jeweils eine Auszeit, nachdem sie zunächst wieder jeder ein Powerplay überstanden hatten. Zuerst rutschte Müller ein Esser-Schuss durch (44.), danach verlor Bankewitz die Orientierung im eigenen Torraum, woraufhin sich Stehle bedankte (49.).
Nun vergaßen beide Teams ihre Grundordnung, es ging munter hin und her. Die Beasts witterten ihre Chance und wurden bitter bestraft. Ein Hammer von Kinderknecht wurde zum Bumerang, den Dickinson nutzte, um mutterseelenallein auf und davon zu gehen, 2:4 (52.). Doch nur 90 Sekunden später legte Stehle alle Verzweiflung in einen Schuss, der über Bankewitz´ Stockhand im Winkel einschlug. Die Beasts waren noch immer im Spiel.
Der Genickbruch folgte dann in der 55. Minute, als Tobi Kunz sich zwei Minuten abholte. Die Hälfte der Strafe überstanden die Beasts mehr als bravourös, doch nach einem Weisheit-Schuss, den Müller noch abwehren konnte, stand Dickinson goldrichtig und verwandelte zum 5:3 für Köln. Auch wenn die Sedlak-Truppe nun alles nach vorne warf, half es nichts mehr, im Gegenteil: Einen Konter gegen die nun weit aufgerückten Beasts schlossen die Weisheit-Brüder gekonnt ab. (58.)
Sedlak nahm seinen Goalie noch vom Feld, was aber außer eines Empty-Net-Goals (Esser, 59.) nichts mehr einbrachte.
So hieß der Sieger auch in der zehnten Auflage dieses Duells Köln, doch auch die Gäste wussten hinterher, dass es mittlerweile keine Selbstverständlichkeit mehr ist, in Freiburg zu gewinnen. Kai Esser: "Die Beasts sind nicht mehr das Team von vor vier, fünf Jahren. Es war ein hartes Stück Arbeit heute." In der Tat fiel der Sieg der Kölner am Ende sicher zu hoch aus, was aber an der Tatsache nichts ändert, dass Uedesheim nach dem knappen Sieg in Bräunlingen nun fast uneinholbar auf Platz vier liegt, den die Beasts nur noch theoretisch erreichen können. Trainer Sedlak sprach von der besten Saisonleistung seines Teams, das nun "von Spiel zu Spiel schauen will, was am Ende herausspringt, werden wir dann sehen."
Am Wochenende geht es schon weiter mit den "Heimspielwochen", zuerst kommt am Samstag, 19 Uhr, der schwäbische Rivale aus Spaichingen in den Breisgau, am Sonntag (15 Uhr) erwarten die Freiburger dann erneut die Uedesheim Chiefs, diesmal im Viertelfinale des ISHD-Pokals.

 
 

Zufallsspieler

  • Böcherer Christian
    Böcherer, Christian
    #71
     
 
 
Script: 0.23 s
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