Banner
 

Sponsoren

zu den Sponsoren
 
 

Newsletter

 
 
 
 
Bitte geben Sie den Wert, den Sie auf dem Bild sehen, in das Feld ein.
 
 
 

22.07.2009, 08:16 Uhr - Pressesprecher

 

Beasts stürmen auf Play-off Platz

 

Ein schier sensationelles Wochenende lässt die Breisgau Beasts erstmals von der Endrunde um die Deutsche Meisterschaft träumen. In Iserlohn gewannen die Freiburger mit 7:4 (2:2;3:2;2:0), nur 18 Stunden später schoss Christoph Mathis mit der Schlusssirene seine Farben zum 11:10 (3:5;2:1;6:4) in Uedesheim.


 

Die Vorzeichen waren denkbar schlecht: Mit Wilnauer, Ketter, Gerig, Mauderer, Stehle und Dischinger fielen gleich eineinhalb Blöcke aus, dazu die extreme Belastung zweier Bundesligaspiele innerhalb zwanzig Stunden. Da war allen Beteiligten klar, dass dieses Wochenende kein Zuckerschlecken werden würde. Doch was die Beasts dann in den beiden Spielen zeigten, war schon wirklich Play-off-tauglich.


 

In Iserlohn war man auf Wiedergutmachung aus, immerhin hatten die Sauerländer den Beasts ihre höchste Saisonniederlage beigebracht, als sie ohne Punkte auf dem Konto nach Freiburg gereist waren und dann mit einem couragierten Auftritt ihren ersten Sieg ausgerechnet bei den Badenern holten. Entsprechend konzentriert wollten die Beasts dann auch zur Sache gehen, doch wie so oft kann so etwas auch verkrampfende Wirkung haben und so führte Iserlohn schon nach vier Minuten mit 2:0, Czernohous und Poerschke waren die Torschützen. Die Beasts zeigten sich von nun an aber hellwach und Kinderknecht und Patschull, die beiden überragenden Akteure dieses Spiels sorgten noch bis zur Pause für den Ausgleich.

Patschull brachte die Gäste dann auch erstmals in Führung (24.), die Kinderknecht auf 4:2 ausbauen konnte. In der 28. Minute bekamen die Hausherren einen Penalty zugesprochen, Trainer Sedlak versuchte einen Trick, wechselte Hegewald für Müller ein, doch Poerschke ließ dem jungen Keeper keine Chance. Die folgende Unterzahl überstand die Beasts Defensive um Torwart Müller schadlos, Patschull konnte sogar noch das 5:3 markieren.

Danach verflachte das Spiel ein wenig, was die Samurai dazu nutzten, wieder etwas Druck aufzubauen. Mit einem verdeckten und abgefälschten Schuss konnte Poerschke dann sogar noch einmal den Anschlusstreffer markieren.

Chancen, das Spiel zu entscheiden, hatten die Gäste im Schlussabschnitt reichlich, doch dauerte es bis zur 52. Minute, in der Torben Godenschwegen mit einem Gewaltschuss erst Torhüter Dennigers Kopf erwischte, von wo der Ball seinen Weg ins Gehäuse fand.

Die Sauerländer versuchten nun noch einmal alles, scheiterten aber an der sattelfest stehenden Abwehr um die bärenstarken, Robert, Bianchi, Geldreich und Patschull. Und wenn dann mal ein Ball durchkam, war Müller mit einer souveränen Leistung zur Stelle. Den Schlusspunkt setzte dann nochmals Topscorer Kinderknecht ins verwaiste Iserlohner Gehäuse.


 

Mit diesem Sieg hatte man das Minimalziel für das Wochenende schon erreicht, doch noch war der Hunger nach Punkten nicht gestillt.

So ging man zwar müde, aber durchaus mit Siegeswillen in die sonntägliche Partie bei den Chiefs in Uedesheim, die auch denkbar gut begann, Mathis sorgte schon nach 58 Sekunden für den ersten Treffer.

Was dann aber folgte war eine Demonstration der eigentlichen Stärke der Chiefs, die in der Tabelle völlig zu Unrecht in der Abstiegszone stehen. Bis zur 8. Minute brachten Demelinne, Mörsch und Muhs ihre Farben mit 3:1 in Front, dem zwischenzeitlichen Anschluss durch Patschull ließen Wilkes und Patten die Tore zum 5:2 folgen. Ein Debakel kündigte sich an, die Beasts wirkten in dieser Phase nicht gerade wie ein Play-off Anwärter, und schienen nichts mehr zuzusetzen zu haben. Im Gegenteil, hätten die Chiefs ihre hochkarätigen Chancen konsequenter genutzt, wäre sicher mehr als ein halbes Dutzend nur in diesem Drittel möglich gewesen. Zum Glück fingen sich die Gäste aber bis zur Sirene noch einigermaßen, Godenschwegen verkürzte noch vor der Pause auf 3:5.

Das Donnerwetter von Coach Sedlak schien Wirkung zu zeigen, denn noch in der ersten Minute des Mittelabschnitts traf Kunz zum Anschluss. Nach einem herrlichen Pass von Thomas Geldreich ging Mathis in der 29. Minute auf und davon und ließ Marc Baumgarth im Tor der Chiefs keine Chance, der Ausgleich. Nun waren die Beasts das beherrschende Team, spielten wieder ähnlich aggressiv wie in Iserlohn, mussten aber auch drei Unterzahlsituationen überstehen. Hier stand dann Torwart Müller im Mittelpunkt, der besonders Muhs und Komor mehrfach zur Verzweiflung brachte. Doch wenigstens ein Treffer gelang Mörsch dann doch im Powerplay, was nichts daran änderte, dass die Beasts in diesem Drittel das bessere Team waren. Tore fielen zwar keine mehr, doch Chancen waren gerade zum Ende des Drittels genügend vorhanden. Kinderknecht verschoss sogar noch einen Penalty.

Der finale Akt sollte dann zu einem Muster dafür werden, was man Herzpatienten besser nicht antun sollte, denn im letzten Drittel überschlugen sich die Ereignisse geradezu:

Zuerst konnte Ringl in Baseballmanier einer verunglückten Abwehr Müllers die für ihn richtige Wendung geben (47.) Dann die vielleicht entscheidende Situation des Spiels:

Die Beasts nach einer fragwürdigen Strafe gegen Mathis in Unterzahl, Godenschwegen und Wilkes hinter dem Chiefs-Tor im Zweikampf, die Chiefs reklamierten hier einen Check von hinten, was bei den Referees nicht auf Zustimmung stieß. Die Reaktion Wilkes war auf jeden Fall übertrieben, Godenschwegen dagegen blieb cool und so durfte Freiburg alsbald drei Minuten im Powerplay spielen.

Erst einmal ging es aber noch mit 2-3 weiter, Komor bedankte sich für eine Unachtsamkeit von Robert 8:5 für Uedesheim. Was den Beasts aber nicht besonders weh tat. In den drei Minuten Überzahl sorgten Kinderknecht, Godenschwegen und Kunz für den Ausgleich. Und als Kunz knapp fünf Minuten vor Schluss das 9:8 markierte, hatten die Beasts das Momentum endgültig auf Ihrer Seite. Nur zu Sebastian Muhs hatte sich das nicht herumgesprochen, der im gefühlt zehnten Nachschuss den Ausgleich herstellte. Auf der Stadionuhr im Chiefs-Garden waren noch 121 Sekunden übrig. In vielen Spielen passiert in der Kürze der Zeit nicht mehr viel, nicht so in dieser Achterbahnfahrt; Kinderknecht holt sich bei Müller den Ball ab, zwei Schritte Anlauf, ein Schuss wie ein Strich, 10:9, 42 Sekunden vor dem Ende. Doch auch das sollte es noch nicht gewesen sein, Uedesheim nahm den Torwart vom Feld und nach einem Freistoß traf Perlitz aus dem Gewühl ins kurze Eck. Da sah Müller nicht unbedingt gut aus, doch Christoph Mathis ließ seinem Goalie nicht viel Zeit zum Trauern. 18 Sekunden sind im Skaterhockey eine Ewigkeit, weiß man spätestens seit Sonntag. Die Chiefs gewannen zwar das Bully doch Robert kam auf der rechten Seite an den Ball, feiner Querpass zu Mathis, der ein gefühlte Ewigkeit ausholte und mit einem satten Pfund Baumgarth zum Statisten degradierte. Was folgte war Jubel ohne Ende, die Beasts stehen erstmals auf einem Play-off Platz und haben es nun selbst in der Hand. Mit zwei Siegen aus den letzten drei Spielen dürfte die Endrunde mit den Freiburgern stattfinden.


 

Die erste Gelegenheit haben die Beasts gleich am Samstag, wenn der TV Augsburg seine Visitenkarte im Breisgau abgibt. Dies könnte das letzte Heimspiel in dieser Saison sein, wenn die Play-offs verpasst werden und die Glücksfee im Pokalhalbfinale eine Auswärtsfahrt vorsieht. Doch nun haben die Mannen von Michael Sedlak Blut geleckt und wollen mehr.

Spielbeginn am Samstag ist um 19 Uhr in der Jahnhalle Zähringen.

 
 

Zufallsspieler

  • Robert Kevin
    Robert, Kevin
    #12
     
 
 
Script: 0.22 s
© Breisgau Beasts 2018
 | Design by dynamicSTYLE